Freitag, 28. Februar 2014

Ich liebe Baumärkte...



eigentlich gar nicht. Trotzdem suche ich gelegentlich einen heim. Einer ist hier ganz um die Ecke, der andere ist fast 20km entfernt. Der mir angenehmere natürlich. Vorher betreibe ich intensive Preisstudien, die letztlich völlig überflüssig sind, weil in Zeiten, wo es keinerlei Preisabsprachen ( wie beim Benzin) gibt, viele Dinge auf den Cent genau das gleiche kosten. Aber egal, gelegentlich muss solch ein Besuch sein. Leider vermutet mein lieber Wollfrosch dahinter immer einen geheimen Spaßfaktor, den es wirklich nicht gibt.
So ein Besuch steht heute an und ich habe mich schon aufgebaut, mich nicht von wild gewordenen Mitbürgern provozieren zu lassen. Das klappt nämlich oft genug und je erfolgloser der Besuch war, desto angefressener ist man. Und wenn dann an der Kasse noch aus dem Hintergrund die Frage kommt „ Wo hammsen Das her?“, mit der unausgesprochenen Feststellung „Das kann ich auch gebrauchen, bin aber zu faul, es mir zu holen, schließlich weiß der ja wo es steht“, dann kocht mir endlich die Blut.
 Darum mache ich mir immer einen ganz exakten Einkaufszettel, der sogar unterscheidet in 'unbedingt nötig' und 'Lustkauf'.
So, die schöpferische Pause ist beendet und ich bin erfolgreich gewesen, habe alles bekommen, sogar beide Kategorien auf einen Schlag und sogar schon Pflanzkartoffeln. Da allerdings musste ich Zugeständnisse machen, was die Sortenwahl betrifft. So gibt es eben in diesem Jahr die gute alte DDR-Sorte „Adretta“. Aber so schlecht kommt die in der Bewertung auch nicht weg.
Mit den Baumaterialien kann ich dann morgen die Erweiterung des Gewächshauses anfangen, denn das drängt am meisten. Da soll im nächsten Monat schon das ein oder andere rein und wenn das Wetter stimmt, können auch von den gestern ausgesäten Sachen einige dort übernachten.

Apropos Wetter, eben hat der eine Wetterfrosch auf RTL gesagt, dass nach einem(!) Wettermodell zur Mitte der nächsten Woche das erste Azorenhoch mit bis zu 20 Grad zu erwarten sein könnte. Na, mal sehen, meint

der Spatenpauli

Mittwoch, 26. Februar 2014

Der erste Schritt in Richtung bunter Garten

Nachdem ich schon lange davon geredet habe, heute haben wir mit vereinten Kräften die ersten Sämereien in die Erde und ans Fenster gebracht.
Die Auswahl ist eine recht bunte, sie reicht von Blumen (Zinnien) bis zu Erdnüssen. Wollfrosch hat Flaschen- und Zierkürbisse in die Erde gesteckt und ich konnte mich bei Tomaten wieder mal nicht bremsen. Diesmal ist alles dabei, vom Ochsenherz (Fleischtomate) über Ananas- bis Coctail- und Buschtomate. Mal sehen, was etwas wird und was schmeckt. Wir sind ja auch nach drei Jahren mit den Tomaten noch im Versuchsstadium.
Aber am meisten bin ich gespannt auf die Erdnüsse.


In einem anderen Gartenblog habe ich gelesen, dass mit den Frühlingstemperaturen auch die Vögel nicht mehr ans Futter kommen. Also hier ist noch der volle Flugbetrieb, im Gegenteil, man könnte denken, die futtern sich Reserven an.
Lieschen Wollfrosch, also unsere Mietze, hat sich morgens beim ersten Ausgang ein nettes sonnenwarmes Plätzchen gesucht. Wie für eine Katze typisch, natürlich mit "Hintergedanken". Unter der Terrasse sind über den „Winter“ sicher Mäuse eingezogen, die sie jetzt natürlich beobachten muss. Bloß gut, dass sie kein großer Jäger vor'm Herrn ist.
Aber gelegentlich schleppt sie dann doch irgendwas an, Maus, Blindschleiche. Leider manchmal auch einen Piepmatz. Aber da sie nie gelernt hat, zwischen essbar und giftig zu unterscheiden, bringt sie dann, sehr selten zwar, auch mal eine Spitzmaus, was dann zu Konflikten führt. 


Gut, morgen gibt es sicher keinen Post, da ich den ganzen Tag unterwegs bin, aber übermorgen habe ich bestimmt Neues und Nettes zu berichten.

Der Spatenpauli

Dienstag, 25. Februar 2014

Heute mal... Kochtopfgeklapper

Was ich bisher schamhaft verschwiegen habe, ich weiß auch nicht, ob vielleicht der Wollfrosch auch, ist eines meiner weiteren Hobbys, nämlich Kochen. Also das richtige zur Essenzubereitung (das andere manchmal auch). Allerdings, wenn man das so häufig praktiziert wie ich, wird es schon mehr zur Tagesroutine.
Letztens hat einer der großen privaten Sender eine Studie vorgestellt, in der nachgewiesen wurde, dass immer mehr Männer kochen. Allerdings nur die besonderen Sachen und nur zu besonderen Anlässen. Sicher eine Folgeerscheinung der überbordenden Kochshows im Fernsehen. Leider kann ich damit gar nichts anfangen. Einen Tim Mälzer oder so mal zu sehen, finde ich ganz lustig, aber auf die Dauer kann ich dem nichts abgewinnen.
Es hat auch ganz andere Ursachen mit meiner Kocherei. Zum einen mußte ich schon relativ früh, also so ab 13, mein Essen selber zubereiten (nicht nur meins, sondern auch das für unseren Foxterrier, und meistens gab es für uns das gleiche), weil meine Eltern, wie in der DDR üblich, beide berufstätig waren. Also kam ich als erster nach Hause, und der einzige der mich erwartete, war Hund Kerry. Zum zweiten, dies war ein Gebiet, auf dem mein werter Vater null Ahnung hatte, und das hat mich angefeuert. Und zum dritten, in meinen Großen Sommerferien, die ich immer vom ersten bis zum letzten Tag bei meinen Großeltern verbringen durfte, war das Essen meiner Großmutter ein Highlight. Mann, konnte die kochen! Keine besonderen Gerichte, keine Schnörkeleien, aber das hat immer geschmeckt. 

So ergab es sich, dass ich Kochen gelernt habe. Dabei halfen mir verschiedene Umstände ganz wesentlich. Zum Beispiel war ich während meiner Armeezeit in einer ganz kleinen Truppe mitten in der Pampa. Wann immer es gefragt war, habe ich mich in der Küche zum Dienst gemeldet.

Während meiner Ausbildung in Leipzig hatten wir einen extrem hohen Anteil an ausländischen Studenten. Zur besseren Verständigung wurden wir auch im Studentenwohnheim gut gemischt, so dass ich drei Jahre mit einem Inder das Zimmer teilte. Bis heute eine unschätzbare Erfahrung. Also wurde ich neben ganz alltäglichen Dingen des indischen Umganges miteinander, ich sage nur Kastensystem, auch in die Geheimnisse der indischen Küche eingeweiht. Außerdem wohnten auf der gleichen Etage Studenten aus aller Herren Länder, sogar einen Israeli und einige Nordkoreaner konnten wir aufweisen. Da wir eine große gemeinsame Küche hatten, konnte ich eine Menge lernen.

Mein lieber Wollfrosch hat sich bisher eigentlich nur selten beklagt, aber ich muß bestimmte Grundsätze beachten, als da wären, niemals scharf, keine Paprikaschoten, möglichst keine Milchgerichte (mit der Ausnahme Leinölquark mit Pellkartoffeln), kein Spinat..., mehr fällt mir auf Anhieb nicht ein.
Aber da sie selber eigentlich wirklich gut kochen kann, ist es für mich keine Last, sondern Lust.

Und die Sachen, die ich oben als NoGos beschrieben habe, kann ich alle nächste Woche, wenn Wollfrosch mit bester Freundin auf Achse ist, ausleben. Endlich mal Milchreis, Paprikaschoten und Spinat. Der Wochenspeiseplan steht schon fest.

So, damit soll für heute genug sein, meint

der Spatenpauli

Montag, 24. Februar 2014

Heute war ein guter Tag

Wirklich, nach meinem Gejammer gestern und vorgestern war heute ein richtig guter Tag. Meine Laub-Odyssee durch den Garten hat ein Ende gefunden, oder um es kürzer und treffender zu beschreiben, ich bin damit fertig. 


Und ich weiß, dass der Frühling tatsächlich in den Startlöchern steht. Vielleicht habe ich mich gestern zu einseitig ausgedrückt, es gibt durchaus auch richtige Nistkästen in diesem Garten. Der eine ist ganz eindeutig schon bezogen, und zwar wie im Vorjahr von Blaumeisen. Das ist drollig zu beobachten, denn es gibt eine klare Aufgabenverteilung: Papa schafft das Material, Zweigchen, Laub, Moos, heran. Und Mutti sitzt in der Kiste und sortiert, ordnet und feuert ihn ordentlich an. Komisch, kommt mir irgendwie bekannt vor... 


Und auch die Spatzen haben schon ihre bevorzugten Ecken unter der Dachrinne bezogen.
Bei denen ist von der Mutti allerdings nichts zu sehen. Dafür sitzt Papa mit stolzgeschwellter Brust draußen und schreit, was die Lunge hergibt,soll wohl heißen „ein Ei ist da...“. 


Und dann sind da noch die Eichelhäher. Das sind die absoluten Kobolde im Garten. Die sind sowas von sprachbegabt, die stellen jeden Papagei in den Schatten. Angefangen bei technischen Geräuschen wie Bohrmaschinen und Kettensägen gibt es nichts, was die nicht nachmachen können. Im Moment laufen sie mit der Imitation anderer Vögel zu Höchstform auf. Heute haben sie mich wieder versch... . Ich dachte wirklich, da fliegen Kraniche an, aber nee, es waren drei Eichelhäher. Und derzeit das Lieblingsspiel: Wir machen mal eine junge Krähe nach, die um Hilfe ruft. Ruck zuck fliegen aus allen Himmelsrichtungen Krähen an. Sind genug da, hauen die Eichelhäher ab. Ich weiß, man soll tierische Verhaltensweisen nicht mit menschlichen Maßstäben betrachten, aber ich weiß auch, dass die einen riesigen Spaß dabei haben.


So, morgen werde ich die Samen für Tomaten und diverse Blumen in die Erde bringen. Das ist zwar immer noch eine Woche zu früh, aber darauf lasse ich es ankommen. In meinem Adventskalender (vom Wollfrosch gestrickte 24 Beutelchen) waren neben so ungesunden Sachen wie Schokolade und Bonbons auch einige Tütchen mit Sämereien, u.a. Erdnüsse und Flaschenkürbis. Da bin ich schon sehr neugierig drauf. Wird es ein Erfolg, schreibe ich bestimmt im Laufe des Jahres mehr darüber.

Das soll es dann für heute gewesen sein vom


Spatenpauli

Sonntag, 23. Februar 2014

Manchmal...

ist es frustrierend. Da ist das schönste Wetter, und nichts geht einem von der Hand. Man hat den ganzen Kopf voller guter Ideen, wuselt durch den Garten, aber alles, was man anfängt, bleibt im Ansatz stecken. Und wenn man sich dann am Nachmittag umsieht, die diversen Baustellen betrachtet, liegt der Wunsch nahe, sich selbst in den Allerwertesten zu treten. So ein Tag war gestern schon und heute war es auch nicht besser.
Dabei könnte ich eigentlich recht zufrieden sein, denn wettermäßig kommt der Garten gut voran. Überall, wo das alte Laub weggeharkt wird, sprießen schon die ersten Triebe, sogar Waldmeister und Geissbart sind im Kommen.
Und wenn das Wetter so bleibt, werde ich zum Ende der kommenden Woche ganze Krokuswiesen fotografieren können. Trotzdem ist und bleibt es morgens noch so kalt, dass es friert. Und so lange traue ich mich auch nicht, das Hochbeet zu besäen, wenigstens mit Radieschen.
Im übrigen, der Typ, dem wir da drin auf der Spur sind, so mit Überwachungskamera, der ist clever. Zwei Mal haben wir die Kamera kontrolliert, einmal waren 18 und beim anderen Mal sogar 26 Bilder auf der Karte, wunderschöne Aufnahmen. Nur mit einem Makel, es war kein Tier drauf. Nun vermuten wir, die Kamera hat auf das Aufschütten von Erde reagiert, denn dass dort Aktivitäten stattgefunden haben, ist nicht zu übersehen. Oder der (die, das) war so schnell, dass die Sensoren erst ausgelöst haben, als alles vorbei war. Jetzt hängt die Kamera oben unterm Dach und erfasst hoffentlich die gesamte Fläche.
Zusätzlich werde ich in den kommenden Tagen Komposterde beschaffen, um das Hochbeet so aufzufüllen, dass man nicht einen Kopfstand machen muss, um an die Oberfläche zu kommen. Die ist da drin im Laufe des vergangenen Jahres gut einen halben Meter weggesackt. Klar, im vergangenen Jahr wurde da jede Menge Kompost, verrottetes Laub u.ä. versenkt, was jetzt einfach nicht mehr vorhanden ist. Das muss wieder ergänzt werden. Und zum Schluss kommt eine feine, gut gesiebte Erdschicht darauf und die wird dann geharkt. Da kann man dann Spuren lesen. Dem 'Untermieter' muss ich doch auf die Schliche kommen, bevor die Kamera ihren eigentlichen Aufgaben im Garten zugeführt wird. Dafür habe ich schon zwei Schein-Nistkästen gebaut, die an verschiedenen Stellen installiert werden. Mal sehen, was sich dann so nachts oder in unserer Abwesenheit im Garten bewegt, natürlich nur an Vierbeinern...
Und vielleicht haben wir ja auch wieder das Glück, in diesem Jahr Mutter Eule im Garten zu begrüßen. Die Leser(innen) vom Wollfrosch-Blog kennen ja sicher die Story und die Bilder. Falls nicht, hänge ich hier mal eins rein. Das wäre auch eine lohnende Aufgabe für die Kamera. Denn Nachbar Bernd hatte uns seinerzeit erzählt, die ganze Eulensippe (zwei Erwachsene und vier Jungeulen) saß auf der Wäscheleine und machte Jagd auf Blindschleichen.


So, mit diesem versöhnlichen Ausblick wünsche ich allen einen guten Wochenstart

der Spatenpauli

Freitag, 21. Februar 2014

Nachfragen hilft

Die gestrige Frage hat mir sogar sehr geholfen. Wenn mich manchmal eine ganz profane Frage (Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Gartenazalee und Rhododendron?) trifft, dann muss ich es ganz genau wissen. Vorher gebe ich dann keine Ruhe. Das ist frühkindliche Prägung meines Vaters. Einer seiner Lieblingssätze war „Du musst nicht alles wissen, aber du musst wissen wo es steht“. Nicht in diesem speziellen Fall, aber ansonsten sind seine zahlreichen Bücher auch heute noch für mich ein reich sprudelnder Quell. Es war auch sonst für mich immer wieder erstaunlich, manchmal auch fast beängstigend, wie schnell und wie umfassend er in bis dahin für ihn völlig fremde Gebiete eindringen und sie erfassen konnte. Da er in seinem Leben ganz unterschiedliche Berufe ausgeübt hat, unter anderen war er Bäckermeister und Flugzeugingenieur, Motorenschlosser und Bordmechaniker, und zu allem Unglück ein echter Mecklenburger und damit ein unglaublicher Sturschädel, war es für meine Mutter manchmal nicht einfach. Aber als Kind konnte ich mit allen Fragen kommen. Die wurden dann umfassend (!!) geklärt. Und damit sind wir wieder am Anfang meiner langen Abschweifung. Das hat so was von abgefärbt.
Da heute Mistwetter ist, bin ich gleich früh in die Spur gegangen und konnte lernen, dass es keinen Unterschied gibt. Die Rhododendren sind der Oberbegriff für eine Vielzahl von Unterarten. Und mit den Azaleen werden meist die kleineren Arten bezeichnet, die sowohl im Wuchs als auch in der Blütengröße gegenüber anderen Arten nach unten abweichen.
Wobei wir im Vorgarten eine der Gartenazaleen haben, die durchaus zwei Meter hoch ist. Mal sehen, ob der Regen mal nachlässt, dann fotografiere ich sie .


Das zweite, was gestern hochkam, war ja die weiße Wand. Die mit gewissem Abstand zu begrünen, spukte schon lange in unseren Köpfen rum. Aber jetzt muss es sein. Wir haben vor zwei Jahren Wollfroschs Kinderschaukel-Gestell mit einer Wisteria begrünt, mit großem Erfolg. Die ist zwar nicht immergrün, aber wächst in Windeseile und sieht dazu noch richtig gut aus. Und der Wollfrosch liebt sie!
Also wäre das sicher eine Möglichkeit. Ein Gestell aus drei Vierkanthölzern und dazwischen einige dünne Latten oder Seile sollten reichen, um zwei Pflanzen genügend Halt zu geben. Dass sie sehr giftig sind, spielt keine Rolle, da herumtollende kleine Kinder hier nicht vorkommen.
So, das soll es bis auf einen kleinen Nachtrag als Erklärungsversuch für heute sein.
Da mich kaum einer meiner lieben Leser(innen) kennt, muss ich ab und zu mal eine Erklärung über die Herkunft bestimmter Verhaltensmuster abgeben, denke ich jedenfalls. Das wird sicher noch öfter passieren. Da kommen dann bestimmt die prägenden Gestalten meiner Kindheit und Jugend vor. So viele sind das nicht.

Das Regenwetter hat leider den ganzen Tag angehalten. Seltsam, bei Mistwetter irren sich die Wetterfrösche nie, meint

der Spatenpauli

Donnerstag, 20. Februar 2014

Aufgabe des Tages

Die bestand heute aus mehreren Teilen. Zuerst musste ich mit dem Laub im Garten weiterkommen, dann sollten die Ableger der Gartenazalee in die Erde und zum Schluss wollte ich erste Frühlingsboten suchen und auch möglichst finden.
Hat auch alles prima geklappt, nur dass man bei der Erledigung eines Teils fünf andere auftut. Das nervt!
Aber zurück zu einem Thema, was ein ständiger Stein des Anstoßes ist. Vor einigen Jahren, wir waren hier noch nicht dauerhaft ansässig, Wollfrosch hatte aber schon per Schenkung das Grundstück übereignet bekommen, zogen neue Nachbarn auf das bis dahin unbebaute Nachbargrundstück. Soweit ist ja dagegen nichts zu haben, aber schnell klärten sich die Fronten. Herr Nachbar entschied, dass der Carport, der zu errichten war, nirgendwo anders als auf der Grundstücksgrenze stehen musste. Die Wollfroscheltern stimmten dem zu (man wollte ja keinen Ärger mit Nachbarn), vergaßen aber, Wollfrosch als Eigentümerin zu informieren. Angeblich sei sowas in Brandenburg durchaus statthaft. Als das Bauwerk fertig war, stand da eine Doppelgarage von gut acht Metern Länge und drei Metern Höhe, deren eine Wand die Grundstücksgrenze bildet. Immer wieder, wenn wir diese nackte weiße Wand sehen, kommt uns die Galle hoch...


Die ersten Nachbarn sind verschollen, seit einem Jahr wohnen dort neue, aber gebessert hat sich nichts. Das sind solche, die brauchen für jedes Tun die gesammelte Aufmerksamkeit rundum. Und möchten rundum belehren. Als Nachbar Bernd seinen großen Schuppen umsetzte (auf seinem Grundstück wohlgemerkt, und in gebührendem Abstand zur Grundstücksgrenze) wurde er heftig gescholten, damit wäre die freie Sichtachse zur nächsten Straße verbaut. Das geht ja nun gar nicht.Da wurde sogar mit Maßband und Zollstock angerückt und nachgemessen.
Jedenfalls guckt uns immer noch diese Wand an. Heute habe ich nun vier Ableger der obigen Gartenazalee eingepflanzt. Dazu mussten etliche Ahorntriebe bis -bäumchen weichen.


Und ganz zum Schluss habe ich mich auf den Bauch gelegt und dieses Bild gemacht. Der Frühling kommt doch!

der Spatenpauli

  

Mittwoch, 19. Februar 2014

Wie hat einen der Winter doch erschlaffen lassen


Heute war nun der erste richtige Arbeitstag im Garten. Aber was für eine Ernüchterung. Kaum hatte ich den großen Laubrechen in der Hand, da ging auch schon das große Schnaufen und Pusten los. Mann, was bin ich faul geworden! Da ich unter Beobachtung stand (Wollfrosch hat mitgeharkt, aber mit viel mehr Ausdauer), musste ich wohl oder übel wenigstens eine angemessene Zeit dabei bleiben. Dann habe ich den Boden probiert, mit dem Spaten natürlich, und siehe, der Frost war gewichen.

So musste denn heute die große Gartenazalee auf das Schattenbeet weichen. Da hat sie jetzt den perfekten Platz. Und vier Ableger konnte ich auch noch retten. Die kommen morgen als Begrünung vor die „wunderschöne“ Garagenwand unserer neuen Nachbarn an der Grundstücksgrenze. 

Aber zurück zur fehlenden Kondition. Solche Momente bringen mich immer dazu, was zu ändern. Als Lehre daraus werde ich mein liebes Fahrrad wieder entdecken, es putzen und ölen. Und dann, ja dann, werden alle kleinen Einkäufe nur noch mit dem Fahrrad erledigt.
Das Auto bleibt stehen,so!

Heute war kein Wetter für Bilder, außerdem ist ja nichts richtig fertig geworden. Also gibt es erst morgen wieder was zu sehen.

Bis dahin bekämpfe ich meinen Muskelkater tapfer

der Spatenpauli

Dienstag, 18. Februar 2014

Ich weiß nicht...

...ob der Winter vorbei ist. Was ich heute dazu im Netz gefunden habe, klingt recht vielversprechend, aber so ganz sicher bin ich trotzdem nicht.
Da ich ein Statistik-Fan bin und an Zahlen glaube, schreibe ich seit Beginn des vorigen Jahres die Temperaturen auf, täglich. In diesem Jahr ist noch der Luftdruck dazu gekommen. Der ursprüngliche Gedanke war dabei, dass ich dem ewigen Lied meiner lieben Mutter „früher hatten wir noch richtiges Wetter“ etwas entgegensetzen wollte. Aber ich finde auch, man verdrängt viel zu schnell vieles, und nicht zuletzt das Wetter der vergangenen Wochen,Monate oder gar Jahre.
Außerdem wächst sich die Sucht nach Wetternachrichten und Wetterberichten so ganz allmählich zu einem Tick aus. Meistens guck ich mir am Abend mehrere an und bilde dann einen Mittelwert. Ist aber genetisch bedingt. Mein Großvater, den ich heute noch sehr schätze, hätte alles ertragen, nur zwei Dinge nicht: Lärm beim Angeln und reden, wenn im Radio (später im Fernsehen) der Wetterbericht läuft. Aber ich glaube, ich habe noch mehr von ihm übernommen. Wer einen alten Pommern in der Familie hat oder hatte, weiß, was ich meine.
Ja aber zurück zum Wetter. Da habe ich gefunden, dass im vergangenen Jahr der Winter eigentlich erst im März und dann bis in den Aprilanfang hinein stattgefunden hat.
Und, zumindest hier in Ostbrandenburg, die Gärten sehen alle noch recht winterlich aus.
Bei meiner Mutter im Vorgarten – ein paar Kilometer südlich von hier – blüht zwar der erste Krokus, aber hier sind noch nicht mal die Blattspitzen zu sehen. Und morgens ist immer noch jeden Tag Bodenfrost.
Da hat es gar keinen Zweck, irgendwas erzwingen zu wollen, auch wenn man noch so ungeduldig ist.
Auch unsere vielen Vögel im Garten kommen nach wie vor zu den Futterplätzen. Da war jetzt länger als eine Woche Ruhe. Kein Wunder, hatte sich doch das Falkenpärchen nebenan häuslich eingerichtet, um sich von dem reich gedeckten Gabentisch bei uns zu bedienen. Ist ja auch lecker, so eine gefiederte Vielfalt. Nachdem nun ein paar Tage Ruhe war, sind die zu neuen Plätzen aufgebrochen und kontrollieren nur noch gelegentlich das Angebot. Schon sind alle kleinen Schreihälse und Streithähne wieder da. Die finden auch noch nichts Richtiges sonst im Garten. Außer natürlich den Gimpeln, denn die fressen schon die Knospen an den Zweigen ab.

Ob er weiß, wann der Frühling kommt?
Also haben wir heute den großen Haufen Gestrüpp verbrannt und ein wenig Laub geharkt, das war es auch schon. Mal sehen, was diese Woche noch geht im Garten, jedenfalls stehe ich in den Startlöchern.


Der Spatenpauli

Montag, 17. Februar 2014

Heute hat mich die Faulheit fest im Griff


Leider, aber ich muss es zugeben. Heute Vormittag und auch jetzt am Nachmittag hatte und hab ich keinen Antrieb. Eigentlich wollte ich wenigstens das alte Geäst und trockene Gestrüpp verbrennen, was sich im Laufe des Winters aufgehäuft hat, aber meistens sind solche großen und lockeren Haufen auch gut bewohnt. Deshalb habe ich ihn nur auseinander genommen, sowohl zum durchtrocknen, als auch zur Warnung an evtl. Einwohner.
Ja, und dann war auch mein Elan schon aufgebraucht.

Übrigens, in meine Fotofalle im Hochbeet ist außer mir noch keiner getappt, also auch noch keine Bilder, es sei denn, jemanden interessiert mein linker Arm. Der ist allerdings gut getroffen

Soviel für heute

der Spatenpauli

Sonntag, 16. Februar 2014

Subtropisches in Ostbrandenburg

Aus der gleichen Quelle wie die Steingartenpflanzen (guckst Du hier) stammen einige Samenpäckchen, die wir im vergangenen Jahr erstmals mit viel Liebe den Blumentöpfen bzw. dem Mini- Frühbeet auf dem Fensterbrett übergaben. Zusätzlich habe ich aus zwei Zitronen die Kerne in Erde gesteckt. Was daraus entstand, hätten wir uns im Traum nicht gedacht. Der größte optische Erfolg für den Garten waren die Mariendisteln, riesige stachlige Gesellen, gut eineinhalb Meter hoch und sehr imposant wie man sehen kann. Also haben wir gleich wieder Samen gewonnen und werden das Experiment fortsetzen.


In Spanien werden die richtig angebaut und zwar als Heilpflanzen, wohl nicht nur dort, sondern im gesamten Mittelmeer-Raum. Sie enthalten den Wirkstoff SILIBININ, eine Substanz, die Leberschädigungen und Vergiftungen beseitigt bzw. verhindert. Außerdem werden ihm positive Wirkungen bei Migräne nachgesagt. Wen es interessiert, der kann das ausführlich bei Wikipedia nachlesen.
Und dann hatten wir noch Drachenbaumsamen und Jacarandasamen. Von beiden Sorten wurden je drei der Erde anvertraut und jetzt haben wir je drei Minidrachenbäume und auch drei Mini-Jacarandas.

So sehen sie in ihrer Heimat aus

 Der Drachenbaum (Dracaena draco) hat nichts mit den uns bekannten stakeligen Pflänzchen gemein, die wir aus Bau- und Garten-Centern kennen.




 Auch hier gibt Wiki uns ausführlich Auskunft. Neu war für mich, dass der kanarische Drachenbaum auf der roten Liste der gefährdeten Arten steht. Ursache dafür war wohl in erster Linie Raubbau an den Beständen, weil daraus 'Drachenblut' gewonnen wurde, wie gruselig.



Gerade eben habe ich noch was über den Jacarandabaum gelernt. Der sieht für mich mit den gefiederten Blättern ein bisschen nach Mimose aus. Da habe ich mich gewaltig geirrt. Der ist besser bekannt als Palisander und kommt ursprünglich aus Mittelamerika, also auf den Kanaren ein Fremdling. Diese Spanier aber auch, konnten nichts da lassen, wo es hingehört.



Tja und die Zitronen, da muss es auch mehr als eine Sorte geben, denn wie auf den Bildern gut zu erkennen, die ähneln sich weder im Wuchs noch in den Blättern. Sie sind am selben Tag wahrscheinlich aus zwei verschiedenen Früchten entstanden.
Aber bis die selber Früchte tragen, dauert es noch eine Weile. Denn ihr großer Bruder, der aus Platzgründen den Winter am Kellerfenster verbringen muss, ist schon 13 Jahre alt, ein wunderschöner Baum (dank Wollfrosch's Baumschneidekünsten) aber blüht noch nicht.

Alle die Pflanzen, die ich jetzt vorgestellt habe, begrünen im Sommer unsere kleine Terrasse, zuzüglich eines Flaschenbaumes und noch einiger Exoten. Die kommen aber nur dort so richtig zur Geltung, so werde ich sie auch erst im April mal zeigen.

Für heute soll´s das gewesen sein. Ich wünsche allen ein schönes Restwochenende und einen guten stressfreien Wochenbeginn

der Spatenpauli


Freitag, 14. Februar 2014

„Buden“zauber



Es ist schwieriger als man denkt, über Dinge zu schreiben, die man kaum kennt oder mit denen man nicht so richtig von früh an verwachsen bzw. aufgewachsen ist. Ich könnte heute noch aus dem Handgelenk das Häuschen, den Garten, ja selbst den umgebenden Wald bei meinen Großeltern detailliert beschreiben, aber mit der Historie des hiesigen Gartens und allem, was dazu gehört, tue ich mich schwer. 
Also wird dieser Post vom Wollfrosch genau und aufmerksam redigiert werden.
Zurück zur Bude. Die ist das Ur-Behelfs-Wohnhaus der Großeltern der Mutter von meiner Frau (Wollfrosch). Das Grundstück wurde 1922 erworben, das Haus (das 'richtige') konnte 1937 bezogen werden, da war es fertig gebaut. Über das Holzhäuschen gibt es keine verlässlichen Zeitangaben, aber wir nehmen an, dass es ca. 1926/1927 bezogen wurde. Darin wohnten dann bis 1937 zwei Personen. Und das bei einer Gesamtgrundfläche von kaum zehn Quadratmetern.
Zur Beschreibung – die Maße sind der Skizze zu entnehmen.


Den Boden bildet ein festes Fundament. Das Haus hat ein Spitzdach und der Dachboden war durch eine Zwischendecke abgeteilt. Es gab und gibt im unteren Wohnbereich zwei Fensterchen – je einem halben Meter im Quadrat – und im Dachbereich an jedem Giebel eine Dachluke. Den hinteren Raum im Untergeschoss nahm wahrscheinlich die Küche ein, dort ist im Dach noch eine mit Blech verkleidete Öffnung.
Den meisten Platz hatte damit die Enkeltochter, die ja immerhin bis zu ihrem neunten Lebensjahr den Dachboden bewohnte. Sicher im Winter auch der wärmste Ort.


Wobei, das Haus muss gar nicht so kalt und im Sommer so heiß geworden sein, denn es war ursprünglich doppelwandig gebaut und der Zwischenraum mit Schlacke gefüllt. Die Innenwand wurde erst später, als es schon zur Holzaufbewahrung diente, entfernt.
Trotzdem, sich vorzustellen, dass eine ganze Familie tagein, tagaus freiwillig auf zehn Quadratmetern lebt und das über viele Jahre, ist schon gruselig und heute kaum noch nachvollziehbar.
Heute ist von dem Holzhaus von außen kaum noch etwas zu sehen. Das Originaldach ist längst verschwunden (zu DDR-Zeiten schon) und die Außenwände sind mit Dachpappe verkleidet. Die Bretter und leider auch einige Balken auf der Wetterseite haben nur noch Symbolcharakter. Das musste ich beim Benageln mit der Dachpappe vor zwei Jahren bemerken, als selbst große Nägel einfach im Holz verschwanden.
So geben nur die Innenbilder etwas vom ursprünglichen Charakter des Häuschens wieder.


Und leider haben die vergangenen Jahre sehr an verschiedenen Dingen genagt, und müssten dringend ganz schnell verändert werden.
Was uns am meisten Sorgen macht, ist die Tatsache, dass eine uralte Elektroanlage von anno dunnemals noch immer ihren Dienst tut.
Alles in allem also eine riesige Aufgabe, aber auch sehr reizvoll, irgendwann.

Vielleicht mache ich beim nächsten Post mal einen ganz großen Sprung und stelle als Kontrast-Programm unsere Terassen-Sommer-Bepflanzung vor.


Der Spatenpauli

Donnerstag, 13. Februar 2014

Ich habe es getan



Nichts weltbewegendes, ich war nur im hiesigen Gartenmarkt und habe Begonienknollen gekauft, rote, gelbe und zwei in orange. Kein Pink, kein weiß und kein Rosa, das mag der Wollfrosch nicht und ich inzwischen auch nicht. Diese Knollen sehen recht seltsam aus und ich hatte vor einiger Zeit nachgelesen in meiner Gartenbibel. Aber das war sehr unergiebig, außer dem Hinweis, dass die vorgetrieben werden sollen.
Wenn einer meiner Leser oder Leserinnen (müsste umgekehrt stehen, stimmt's) da einen oder auch mehrere Tipps aus eigener Erfahrung hat und sich mit solchen Anfängerfragen abgeben will, ich bin für jeden Hinweis dankbar.
Außerdem habe ich noch eine ganz verrückte Dahlienknolle mitgebracht, aber da weiß ich aus Erfahrung einigermaßen Bescheid.
Aus den Zeilen merkt man ganz sicher, dass ich mit jedem Tag mehr mit den Füßen scharre, dass es endlich losgeht.
So befasse ich mich notgedrungen mit Nebensächlichkeiten. Aber beim Nistkästen saubermachen musste ich mich heftig von den Meisen beschimpfen lassen. Die haben anscheinend schon recht konkrete Pläne bezüglich Nachwuchs.
Und dann habe ich heute das Hochbeet, was ja auch ein Frühbeet ist, mit einer Überwachungskamera ausgestattet. Trotz Abschottung von unten ist da jemand eingezogen und gräbt beachtliche Höhlen bis an die Oberfläche. Bevor wir da Radieschen und ähnliches säen, möchte ich schon wissen, wer da wohnt.

So genug für heute, wenn das Wetter so wird, wie es die verschiedenen Wetterberichte gesagt haben, steht mir morgen mehr Zeit zur Verfügung und ich bringe noch mal das Thema „Bude“.

Soviel für heute

der Spatenpauli

Mittwoch, 12. Februar 2014

So schnell kann es gehen


Gestern noch am Jammern und heute voller Tatendrang. Dabei war der Auslöser der Paketbote. Gestern, wirklich erst gestern hat mein lieber Wollfrosch die Folie für das Gewächshaus bestellt, und siehe da, eben hats geklingelt und das Paket mit der Folie war da. Das allerbeste daran ist, dass ich das gesamte Gewächshaus neu einpacken kann. Wenn es dann steht . Die Folie, die auf der bereits vorhandenen Hälfte verarbeitet wurde, ist nämlich uralt, rissig und fleckig. Aber die Preise im Baumarkt haben mich im vergangenen Jahr echt verzagen lassen.
Dieses Jahr war ich schlauer und habe Preisstudien bei einem großen Online- Händler getrieben und bin fündig geworden.
Aber nun muss das Grundgestell möglichst schnell fertig werden. Und da, wie gestern schon gesagt, der Boden noch fest und tief gefroren ist, hat es keinen Sinn, Pfostenträger einzubetonieren.
Was das an Möglichkeiten dann eröffnet! Eigene Erdbeeren zu Ostern, neue Kartoffeln im Mai (na ja, wenigstens einige zum Kosten) und im großen Pflanzkübel gezogen.
Da sieht man mal wieder, wie ein kleines Ereignis große Spinnereien auslösen kann.


Und ehe es noch schlimmer wird, höre ich für heute auf.

Der Spatenpauli

Dienstag, 11. Februar 2014

Lauter neue Leser(innen) und nichts los im Garten


Vielen Dank für Euer Interesse und herzlich Willkommen!
Mein Einstieg ins Bloggerleben ist wahrscheinlich zum ungünstigsten Zeitpunkt gekommen, den man sich denken kann. Der Garten immer noch mit viel Frost im Boden, daß selbst der Spaten einen bittend anguckt, ihn bloß nicht zu benutzen. Die Piepmätze schon im Balztaumel, dabei das Futter vergessend.